DER DURCHSCHNITT LÜGT
13. Januar 2026
DIE ZAHLEN
Statistisches Bundesamt: Industrieproduktion +0.8% im November.
Gleichzeitig:
471 Großinsolvenzen in 2025. Plus 25 Prozent. Unternehmen mit über zehn Millionen Umsatz. Seit 2021 verdreifacht.
48 Insolvenzen pro Tag. 17.604 im Jahr. 20-Jahres-Hoch.
Exporte: Tiefster Fall seit 18 Monaten.
Prognose 2026: 530 Großinsolvenzen erwartet. Weitere 10-20 Prozent Anstieg.
DIE BRANCHEN
| Branche | Insolvenzen | Veränderung |
|---|---|---|
| Metallwaren | 65 | +35% |
| Autozulieferer | 59 | Hohes Niveau |
| Elektrotechnik | 53 | +77% |
Ein Studienautor fasst es so zusammen:
"Die deutsche Wirtschaft ringt nicht mehr nur mit Kopfschmerzen – sie hat Fieber bekommen."
DAS MUSTER
Kein Widerspruch.
Die Großen überleben.
Die Kleinen sterben.
Der Durchschnitt zeigt beides nicht.
Siemens produziert.
Der Zulieferer ist insolvent.
Die Statistik meldet: +0.8%.
DAS KOORDINATIONSPROBLEM
Ihre Bank sieht die Statistik: Aufschwung.
Ihr Einkauf sieht die Lieferkette: Ausfälle.
Ihr Team sieht die Auftragslage: Unsicherheit.
Drei Realitäten. Eine Organisation.
Die Frage ist nicht: Wer hat recht?
Die Frage ist: Aus welchem Zeitpunkt plant wer?
DER AUSBLICK
Chinas neuer Fünfjahresplan im Februar. Technologische Eigenständigkeit. Mehr Druck auf Maschinenbau und Automobil.
Die Branchen die bereits bluten.
Elektrotechnik: +77% Insolvenzen.
Und China hat noch nicht einmal angefangen.
DIE EHRLICHE FRAGE
471 Großinsolvenzen 2025.
530 erwartet 2026.
Aus welchem Zeitpunkt operiert Ihre Planung?
Aus dem Durchschnitt von gestern?
Oder aus der Verteilung von morgen?
Verschiedene Ebenen operieren aus verschiedenen Realitäten?
Das ist keine Finanzfrage. Das ist Koordination.
28 Jahre. Über 700 Mio. CHF.